Erinnerungen

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Als wir noch Kinder waren, um die 50er bis Mitte der 60er-Jahre

 

  • .. kaufte ich oft in der Drogerie Süssholz ...
  • .. holte ich in der Drogerie jeden Monat das neue „Junior“-Heftchen mit den Geschichten von Papa Moll drin.
  • .. spielten wir im Freien (in unserem Quartier) „Versteckis“ ...
  • .. machten wir Spiele wie „Uslumpete“ ...
  • .. machten wir Singspiele, wie „Zwanzig Jahre sind vergangen, der xxx muss ins Militär.
  • .. spielten wir „Räuber und Poli“ „im Quartier ...
  • .. spielten wir Cowboy und Indianer ...
  • .. spielten wir „Tökterlis“ ...
  • .. machten wir unter anderem „Böckligumpis
  • .. spielten die Mädchen (manchmal mit uns Buben) „Müeterlis ...
  • .. und vor allem sprachen wir alle Schweizerdeutsch !!!
  • .. sah ich in meiner Primarschulzeit zum ersten Mal einen Schwarzen. Die Molkerei Wenger in Dietikon an der Zürcherstrasse hatte einen Afrikaner zwecks Werbung zu Gast, der für den damals bekannten „Negerli-Chäs“, (Schachtelkäse mit dem Kopf eines Schwarzen drauf) Werbung machte. (Es gab damals auch Schachtelkäse mit einem Mädchenkopf „Heidichäsli“). Er verteilte Käse. Die Buben, die ihn neckten und nach einem Händedruck ihre eigenen Hände ansahen, ob sie jetzt schwarz geworden seien, bekamen Kopfnüsse von ihm, das heisst, einen Schlag mit dem Fingerknöchel.
  • .. warteten wir ungeduldig auf mutter, die die Einkäufe nach Hause brachte. Mit Freude klebte ich gerne die Rabattmarken ins Büchlein.
  • Hatte unsere Nachbarin Frau Lenzlinger, die über uns wohnte, im Sommer immer schöne Geranien entlang der Hausmauer an der Hausecke unseres Kinderzimmers, wo auch draussen die Sitzbank stand. In ihrer verzinkten Giesskanne hatte sie stets Eierschalen drin ...ich glaube, sie sagte die Blumen bräuchten kalkhaltiges Wasser ??
  • ..trugen wir am Sonntag weisse Hemden mit Kragenverstärkern. Die Kragenspitzen hatten auf der Unterseite entsprechende Taschen, wo die flachen Stäbchen oder Plättchen aus dem damalige neuen Kunststoff eingesteckt wurden. Diese waren zwar noch einigermassen zerbrechlich, und wenn Mutter sie vergass vor dem Bügeln rauszunehmen, waren die von der Hitze des Bügeleisens deformiert. Die Teile waren aber meistens auch deshalb deformiert, weil sie mit in die Waschmaschine kamen.
  • .. gabs am Sonntag meistens Braten mit Kartoffelstock und je nach Saison Blumenkohl mit geröstetem Paniermehl drauf oder Rosenkohl an gebräunter Butter .. / gegessen wurde meistens gegen 12.30 Uhr mit ..
  • ..hörten wir am Sonntag beim Mittagessen meistens klassische Musik, weil meistens der Radiosender Beromünster eingeschaltet war .. Daneben gabs noch u. a. Radio Monte Ceneri und Radio Sottenz.
  • .. hörten wir am Samstag Mittag ? immer den „Schwarze Kafi“ – Spalebärg 77a „ und danach über de Üehi Chaschper (Zarli Carigiet) ..
  • .. gabs am Montag? Immer am Abend Wunschkonzert und in der Mitte der Sendung kam der Briefkastenonkel ..
  • .. fuhr ich gerne mit dem Milchmann mit seinem Elektromobil mit, um zu helfen die Milch zu verteilen, die in die bereitgestellten Milchkesseln in den Milchkästen gestellt wurde. Damals hatten die Hausfrauen Milchkessel und ein Büchlein, um die Lieferungen von Milch, Butter, Käse, Joghurt und Rahm einzutragen.
  • .. stand in der Waschküche ein Holzherd, worin man die Wäsche zum Waschen kochte. Dafür brauchte man natürlich Brennholz. Daneben war die „Schwingi“, die für Kinder gefährliche Schwingmaschine, um die Wäsche auszuwringen. Diese hatte eine stehende Trommel mit Löchern, die oben offen war wurde mit Wasser angetrieben, um die Wäsche zu schleudern, damit das meiste Wasser rauskommt. Die Trommel wurde mit dem Wasserstrahl angetrieben, der auf ein Turbinenrad trifft, das unter der Trommel war. Heute stehen diese "Wöschäfe" und Schleudern in vielen Vorgärten.
  • die Waschbecken oder Waschtröge waren mit Zinkblech ausgelegt und hatten oben einen Holzrand. Zudem war der Trog in der Mitte unterteilt. Die Vorderwand war schräg.
  • .. hatten die Grossen, das heisst die Teenies von damals schon das Zifferblatt der Armbanduhr auf der Pulsseite, weil es cool aussah, wenn sie auf die Innenseite des Arms schauen mussten, um zu wissen, wie viel Uhr es ist ...
  • .. wurde das neue Getränk „Sinalcobekannt gemacht. Im Restaurant Ochsen in Dietikon gab es Aufführungen, unter anderem mit einem Clown, der einen mit Wasser gefüllten Ballon über seinem Kopf durch einen Nadelstich platzen liess. Am Schluss bekam jedes Kind eine kleine Flasche Sinalco mit dem neuen gelben Getränk.
  • .. tobten wir manchmal Samstags oder auch am Mittwoch-Nachmittag in der Kiesgrube "Hardwald" herum. Da fuhr früher eine kleine Dampflokomotive, die das Geröll  zur Verteileranlage fuhr. Manchmal durfte ich mitfahren :-) ..
  • .. kaufte ich am Bahnhofkiosk Comics, wie: Micky Maus, Fix Und Foxi, Tarzan und
  • andere, viel später auch Cowboy-Geschichten, Jerry Cotton-Krimis u.a. ...
  • .. schlenderte ich nach der Schule oder am Wochenende zum Bahnhof, wo sich die italienischen Gastarbeiter im Wartsaal trafen, wo ich bis zehn zählen lernte ... uno, due, tre, ... so begann mein Italienischkurs ..
  • .. ass ich bei den italienischen Gastarbeitern in ihrer Baracke im Industriegebiet Spaghetti und wir tranken Wasser mit einem Schuss Essig drin; manchmal ein Schluck Bier ... / zu späterer Zeit verkehrte ich an der Vorstadtstrasse in einem alten Haus, wo junge italienische Gastarbeiter gemeinsam mit einem spanischen Ehepaar wohnten. Da gab’s auch hie und da feine Spaghettis :-) .. und meine Italienischkenntnisse konnte ich immer mehr vertiefen.
  • .. roch es an Weihnachten noch nach echter Tanne: Wir hatten wir zu Weihnachten eine echte Tanne, die in früherer Zeit in ein hölzernes Kreuz eingepasst wurde. Die Holzbreite war etwas breiter als Dachlatten. Den Baum musste man an der Schnittstelle mit dem Beil keilförmig einpassen oder je nachdem mit Holzkeilen verklemmen. In späteren Jahren, als die sogenannten „Bülacherflaschen“ aufkamen, in denen die Tanne mit Wasser beschickt wurde, von denen ich in meiner Lehrzeit drei Grössen verkaufte, hatten wir zu Hause auch eine solche. Die mittlere Grösse wurde am meisten gekauft. Von meinem Lehrmeister lehrte ich auch, dass Glycerin im Wasser den Baum länger haltbar mache. Etwa 1,5 Esslöffel Glycerin pro Liter Wasser, half der Tanne das Wasser besser aufzunehmen. Das Gewicht des Wasser im Christbaumständer stabilisierte zugleich den Baum. Auf der Öffnung der flachen grünen Glasflasche war ein Ring, bei dem von drei Seiten Lappenschrauben eingepasst, den Christbaum festhielten. Zusätzlich verlief ein Metallbügel u-förmig nach unten, um den Baumstumpf. Dieser hatte unten in der Mitte einen Dorn, um den Baum zu stabilisieren und war mit dem Ringflansch eine Einheit. Der Boden im Wohnzimmer wurde um die Tanne herum mit Pack- oder Weihnachtspapier ausgelegt, wegen den Kerzentropfen, denn wir hatten echte Kerzen. Viele Jahre später war alles wieder ganz anders. Man holte den aus Kunstfaserteilen und Draht gefertigten Christbaum aus dem Keller, spannte ihn auf, wie einen Schirm und stellte ihn auf das integrierte Dreibein. Ohne Tannengeruch, versteht sich, wenn man ihn nicht zusätzlich parfümierte.
  • .. trug ich zuweilen Verbände an den Handgelenken, dessen Grund ich anfangs nicht kannte. Die Handgelenke brannten und wurden vom Kratzen wund; (später fand ich heraus, dass ich unter einer Milchallergie litt) ...
  • .. war für mich Robert Freitag, (* 1916), aus dem Film „Wilhelm Tell“ (1960), der einzige und der beste Wilhelm Tell ...

 

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